RrrrrrrrrrammmmmsteinBe – wahrt – ei –nander – vor – Herz- Leid
Denn – kurz – ist – die –Zeit – die ihr – bei - Rammstein – seid
Und – wenn – euer - Bett – in - Flammen – steht
Euch - ein - eisiger - Wind - umweht
Ge - wahrt - einen - hellen - Schein - am Firmament: –
DEIN HERZ BRENNT!
Wie man vielleicht am obigen selbstverfassten Rammstein-Medly bemerkt, schreibt dieses Review ein echter Fan der Ost-Berliner Hardrock-Band, die wohl als eine der umstrittensten Bands Deutschlands gilt. Und das nicht erst seit den Szenen von Riefenstahls Olympiapropaganda in dem Video zum Depeche Mode Cover „Stripped“.
„Reise, Reise“, so heißt die Tour zum gleichnamigen Album von Till Lindemann [Gesang], Paul Landers [Gitarre], Richard Kruspe Bernstein [Gitarre], Christoph Schneider [Schlagzeug], Oliver Riedel [Bass], Christian "Flake" Lorenz [Keyboard], die die Band „Rammstein“ bilden und eine kleine Reise musste auch ich machen, um in den Genuss dieses Konzerts zu gelangen – nach Nürnberg nämlich. Jedoch war ich nicht der einzige, der eine weitere Anfahrt in Kauf nahm, auf dem Parkplatz tummelten sich viele Kennzeichen aus München, Dachau, Starnberg und sogar einige Österreicher waren auszumachen. Bereits 1,5 Std. vor Einlass stellte ich mich in die bereits beachtliche Schlange vor der Nürnberg-Arena, die bereits einige Monate vorher restlos ausverkauft war. Es sollte also ein gemütlicher Abend „unter Freunden“ werden.
Als Support auf dieser Tour werden die Rammsteiner von
Exilia begleitet, die vor allem durch ihre Single „Stop Playing God“ bei uns bekannt ist. Wenn man die Band performen sieht, dann merkt man sofort, dass da Leidenschaft im Spiel ist. Diese Band ist heftig, sie ist laut, sie rockt und, was viele vielleicht nicht wissen, sie kommt aus Italien. Masha, so der Name der blonden, charismatischen Sängerin hat für mich ein bisschen was von Avril Lavigne…nämlich die Körpergröße und die zarte Figur und das ist auch zum Glück schon alles! Exilia ist für mich ein Kandidat für den Posten des heißesten Newcomer diesen Jahres. Neben der Single ist dieses Jahr bereits ihr Debüt Album „Unleashed“ erschienen und ist mindestens ein Probehören wert. Leider war die Stimmung während der ca. 40-minütigen Performance etwas verhaltend, eben mangels der Bekanntheit der Texte.
20 Minuten Umbaupause - dann ging’s endlich los!!! Bereits als der Vorhang fiel, kam man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Bühne bestand aus 2 Ebenen, inklusive 2 Lifts, was den Bandmitgliedern ermöglichte, zwischen den Ebenen zu wechseln. Oben in der Mitte thronte Christoph hinter seinem Schlagzeug, während Till und Flake sich vornämlich unten aufhielten. Zudem versteckten sich zahlreiche Scheinwerfer, LED-Schirme und viele weitere Effektgeräte in der zweiten Ebene, um den Publikum eine gigantische Lightshow zu bieten. Lightshow?? Fehlt da nicht was?? Richtig!!! Rammstein wäre nicht Rammstein, ohne eine bombastische Pyroshow! Die war im wahrsten Sinne bombastisch – teilweise bis zu ca. 6 Meter hohe Flammensäulen, „Meteoritenhagel“ quer durch die Halle und natürlich auf die Bühne, Flammenwerfer, Funkenregen, brennende Bühnen – einfach alles war dabei und heizten dem Publikum ordentlich ein.
Wie man sich denken kann, spielte die Band hauptsächlich Lieder aus ihrem aktuellen Album, darunter die Tracks „Los“, „Keine Lust“, „Morgenstern“, „Moskau“, „Stein um Stein“, aber auch viele Stücke aus älteren Alben, darunter „Feuer Frei“, „Sonne“, „Ich will“, „Links 2 3 4“, „Rein Raus“, „Sehnsucht“, „Du hast“, und „Rammstein“. Lustige „Specials“ gab’s auch noch: Bei „Amerika“ regnete es Unmengen von rot-weiß-blauem Konfetti und bei „Mein Teil“ jagte Till den „armen“ Flake mit einem gigantischen Fleischermesser quer über die Bühne nachdem er ihm vorher kräftig mit einem Flammenwerfer einheizte (Flake saß dabei in einem überdimensionalem Suppentopf).
Ein WAHNSINNS-KONZERT!!! Ich bin immer noch hin und weg! Wer die Möglichkeit hat, sich die Jungs in Augsburg anzusehen, sollte dies UNBEDINGT tun. Man wird garantiert nicht enttäuscht, denn die Band spielt quasi non-stop durch. Till verlässt war zum Outro eines jeden Liedes kurz die Bühne, um aber gleich wieder im Intro des Nächsten wieder aufzutreten. Der Abend endete ausgelassen nach der zweiten Zugabe und einer Gesamtspieldauer von knapp über 2 Stunden mit „Ohne Dich“ und „Engel“.
Text von Jazzy